Eigentlich ist es schrecklich wie man lebt. Tag um Tag von Tausenden von Menschen umgeben. Ein Augenblick, in dem sich unsere Blicke treffen, ein Augenblick in dem sich unsere Leben verbinden. Und doch, die Menschen die einen wirklich sehen, kann man an einer Hand abzählen. Wenn überhaupt.

Zu wem ist man ehrlich, egal worum es geht? Wem weicht man niemals aus, egal wie die Frage lautet? Wem erzählt man von all seinen Gedanken, selbst von jenen aus dunkelsten Nächten? Es liegt in unserer Natur Angst zu haben. Doch warum droht Gefahr von Wesen, die sich von uns selber kaum unterscheiden?

Wer hat die Masken erfunden, die wir Tag für Tag aufsetzen? Sie scheinen uns zu schützen, aber hinter ihnen verbirgt sich kein lachendes Gesicht. Tränen, die nie das Tageslicht erblicken werden, und auch in keiner Geschichte erwähnt sein werden. Wie können wir jemanden finden, der diese Fragen nicht zu stellen braucht, denn er weiß die Antwort durch nur einen Augenblick? Wie kann mich jemand finden, wenn ich mich in den dunkelsten Höhlen in den tiefsten Gräben verstecke?

Ich sollte nicht so sein, wenn ich eigentlich einfach nur schreien will. Und wenn ich morgen, wie so oft meinen Mund öffne und Luft hole, dann wird meine Kehle wieder trocken sein. Ich werde dir nicht sagen, dass ich nur lache, um nicht zu weinen. Ich werde dir nicht sagen, dass ich noch immer an Gestern denke. Tränen sind etwas, das du nie sehen wirst wenn ich dir gegenüberstehe. Und ich werde nicht über Gestern sprechen und das sagen, was ich meine. Und lachst du auch noch so oft über Gestern, was ich sagte, was ich fühlte, ich werde immer mit dir lachen. Ich werde keine Schwäche zeigen.
Und doch… Es ist meine Schwäche. Gestern. Heute.
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